
Japanischer Stich
Der japanische Stich ist eine Variante des Stielstichs, der traditionell bei der Kogin-Stickerei mit gezähltem Garn für Konturen und Einfassungen verwendet wird. Diese Technik ist sehr praktisch, wenn du den Faden nicht durch das gesamte Motiv führen möchtest, sondern ihn nur für die Kontur brauchst.
Die Sticktechnik ähnelt der des Stielstichs, optisch sieht der japanische Stich jedoch eher wie ein Satinstich aus.
Auf der Rückseite des Stoffes sieht der Stich genauso aus wie auf der Vorderseite, was bei Projekten, bei denen beide Seiten des Stoffes sichtbar sind, sehr praktisch ist.


Anwendungsmöglichkeiten des japanischen Stiches
Der japanische Stich ist eine Technik, die für Konturen, Ränder und zum Ausfüllen verwendet wird. Textilkünstler nutzen ihn bei der Kogin-Stickerei, einer Zählstichtechnik, mit der Stoffe verschönert und verziert werden.
Diese Technik ist praktisch, wenn du bei einem Kogin-Motiv einen Umriss oder eine Einfassung in einer anderen Farbe sticken möchtest. Mit dem japanischen Stich kannst du Stiche erstellen, die wie Kogin-Stickerei aussehen, ohne dass lange Fäden auf der Rückseite herausragen.
Weitere Punkte aus der Familie der Stielpunkte
Lerne, wie man den japanischen Stich stickt
Folge dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung mit den detaillierten Fotos, die wir dir unten zeigen, und du wirst den japanischen Stich im Handumdrehen lernen. Wenn du besser durch Zuschauen lernst, schau dir doch eine Videolektion dieser Anleitung oder auf dem YouTube-Kanal von „Practical Embroidery“ an, um diesen Handstickstich noch schneller zu beherrschen.

Wie man den japanischen Stich stickt
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Handsticken
1. Wähle die Stichlänge aus und nähe dann einen geraden, horizontalen Stich in dieser Länge. Zieh den Faden zur Rückseite, lass aber die Schlaufe des Arbeitsfadens offen, so wie du es bei einem Stielstich machen würdest.

2. Führe die Nadel wieder an der Oberfläche heraus, etwas tiefer als der erste Stich und etwas weiter rechts. Eine offene Schlaufe am Arbeitsfaden ermöglicht es dir, das Gewebe gut zu sehen und präzise Stiche zu setzen.

3. Zieh den Faden zur Oberfläche, schließe die Schlaufe der ersten Masche und häkle die zweite Masche parallel zur ersten. Die Länge der Masche bleibt gleich, sie ist aber leicht nach rechts versetzt. Lass die Schlaufe des Arbeitsfadens offen.

4. Führe die Nadel wieder an die Oberfläche, etwas unterhalb der vorherigen Stelle und leicht nach rechts versetzt.

5. Zieh am Faden, um die Öse zu schließen, und mach noch einen Stich.

6. Wiederhole diesen Vorgang, um die nächsten Stiche zu machen. Zähle die Fäden, damit alle Stiche gleich groß werden. Das ist besonders wichtig, wenn du ein Kogin-Motiv stickst, aber nicht so sehr, wenn du frei Hand stickst.

7. Wenn du das gesamte Motiv gestickt hast, mach den letzten Stich und zieh den Faden auf die Rückseite. Halte den Faden unter den zuvor gemachten Stichen fest.

Video-Anleitung
Werkzeuge und Materialien, die ich für dieses Muster verwendet habe
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